Aphrodisiakum: Welches Mittel beflügelt wirklich die Lust?

Erotische Schlemmerei

Frau in Dessous isst Apfel als Aphrodisiakum

Aphrodisiakum: Welches Mittel beflügelt wirklich die Lust?

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© BigstockPhoto / Studio10Artur

Träumt die Sexgöttin in dir von einem sinnlichen Aphrodisiakum für den Extra-Kick in deinem Liebesleben? Auf den Einsatz von luststeigernden Mitteln schwor angeblich schon Casanova und stärkte sich für seine Liebesabenteuer täglich mit 50 Austern. Wir verraten dir, was sich hinter solchen Libido-Boostern verbirgt, auf welche Arten Aphrodisiaka wirken und welche Risiken damit verbunden sind.

Bei diesen Dingen bekommst du sofort Lust auf Sex


Was ist ein Aphrodisiakum?

Der Name Aphrodisiakum leitet sich von der griechischen Göttin Aphrodite ab. Sie besaß laut mythologischen Quellen einen Zaubergürtel mit den unterschiedlichsten Mitteln, um das sexuelle Verlangen anzuregen, verrät Claudia Sarkady in ihrem Buch „Aphrodisiaka: Die besten Liebesmittel von A-Z“.

Egal ob tierischer, pflanzlicher oder mineralischer Herkunft, zu den Aphrodisiaka zählen alle Mittel, die die Libido steigern und das Lustempfinden beim Liebesakt intensivieren können.

 

 

Natürliches Aphrodisiakum: Luststeigerung durch Placebo-Effekt?

Die Vorstellung vom typischen erotischen Dinner mit Champagner, Spargel und Schokolade klingt aufregend, rein inhaltlich gesehen enthält es aber wenige bis gar keine Wirkstoffe, die sich unmittelbar auf den sexuellen Appetit auswirken würden.

Die kanadischen Ernährungswissenschaftler Massimo F. Marcone und John P. Melnyk von der University of Guelph haben hunderte von Einzelstudien ausgewertet und festgestellt, dass nur ein Bruchteil der untersuchten Aphrodisiaka tatsächlich eine belegbare Wirkung zeigt. Die überzeugendsten Ergebnisse zur Unterstützung der Sexualfunktion lieferten Ginseng, Safran und der Wirkstoff Yohimbin. Mehr Lust auf Sex sollen die brasilianische Muira Puama-Pflanze und die Maca-Wurzel erzeugen.

Am effektivsten entfaltet sich die Magie immer noch im Kopf: Aphrodisierende Lebensmittel sind ein Fest für alle Sinne! Der kreative Einsatz von Erdbeeren und Schlagsahne während des Vorspiels kann daher zum Beispiel besser als Aphrodisiakum wirken, als jegliche ominösen Liebestropfen aus dem Sexshop.

 

 

Medikament oder Aphrodisiakum?

Medikamente werden nur eingesetzt, wenn tatsächliche Störungen der Sexualfunktion vorliegen. Das sogenannte Flibanserin, auch als „Viagra für die Frau“ oder „pink Viagra“ bezeichnet, wirkt über Rezeptoren im Gehirn und soll Frauen Lust auf Sex machen. Bis jetzt ist das Präparat allerdings nur in den USA zugelassen und laut der Pharmazeutischen Zeitung wegen zahlreicher Nebenwirkungen sehr umstritten.

Potenzmittel, mit denen Männer bei einer Erektionsstörung oder Impotenz behandelt werden, bewirken übrigens bei Frauen keine Steigerung der sexuellen Lust und zählen genau genommen nicht als Aphrodisiakum.


Was kann ein Aphrodisiakum tatsächlich bewirken?

Auch wenn sie keine Sex-Zaubermittel sind, haben viele Aphrodisiaka eine generell stimulierende Wirkung auf den Körper. Wir stellen dir zwei aus der Küche bekannte und zwei exotische Vertreter vor:

 

Austern

Die edlen Muscheln sind neben Eiweiß randvoll mit Zink, das laut Sarkadys Ratgeber „die Testosteronproduktion beim Mann und die Liebesflüssigkeit beim weiblichen Geschlecht“ anregt.

 

Chili

Das enthaltene Capsaicin regt die Durchblutung an. Würzt man beim Kochen ordentlich mit dem scharfen Aphrodisiakum, kann man also schon mal ins Schwitzen kommen – Und sich die Klamotten vom Leib zu reißen, kann der Lust ja nur zuträglich sein.

 

Muira Puama

Wie der deutsche Name „Potenzbaum“ verrät, wird aus Holz und Wurzeln des südamerikanischen Baumes ein Wirkstoff gewonnen, der das sexuelle Verlangen steigert und zum Beispiel in Form von Kapseln eingenommen werden kann. Die Wirkung als Aphrodisiakum ist allerdings nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

 

Yohimbin

Das natürliche Potenzmittel aus der Rinde des Yohimbe Baums wurde traditionell von afrikanischen Stämmen genutzt, bevor es nach Europa kam. Es erhöht die Durchblutung der Gefäße, insbesondere im Bereich der Genitalien von Mann und Frau.

 

 

Kann ein Aphrodisiakum gefährlich sein?

Bei vielen der aufgeführten Nahrungsmittel gilt: Auf die Dosis kommt es an. Solange sie nicht exzessiv konsumiert werden, sind sie für die Gesundheit unbedenklich. Allerdings sind einige der traditionellen Aphrodisiaka wie Alraune, Stechapfel oder Spanische Fliege regelrechte Gifte. Im Zweifelsfall also immer kompetent von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen!

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