Schilddrüsenunterfunktion: Ernährung kann schuld daran sein!

Schilddrüsenunterfunktion: Ernährung kann schuld daran sein!

Hast du ein Problem?

Frau hat Schilddrüsenunterfunktion Ernährung

Schilddrüsenunterfunktion: Ernährung kann schuld daran sein!

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© PexelsPhoto / João Silas

Viele Betroffenen wissen nicht, dass bei einer Schilddrüsenunterfunktion Ernährung eine zentrale Rolle spielt. Übergewicht und Depressionen können Folge so einer Unterfunktion sein. Aber welche Lebensmittel schützen dich?

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Schilddrüsenunterfunktion: Ernährung kann der Auslöser sein

In der Schilddrüse bildet der Körper wichtige Hormone, die unter anderem für die Entwicklung des Hirns, die Wärmeproduktion im Körper, sowie das Wachstum der Zellen verantwortlich sind. Arbeitet das Organ nicht mehr richtig, spricht man von einer Schilddrüsenunterfunktion oder auch Hypothyreose. Ernährung – falsch oder mangelhaft – kann unter bestimmten Voraussetzungen Auslöser dieser Erkrankung sein.

Schilddrüsenunterfunktion: Ursachen und Symptome

Symptome für eine Unterfunktion der Schilddrüse können unter anderem verstärkte Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme, erhöhtes Schlafbedürfnis, verlangsamte Reflexe und Gedächtnisschwäche sein.

Ausgelöst kann eine Schilddrüsenunterfunktion durch eine Operation der Schilddrüse oder eine Autoimmun-Erkrankung werden, bei der dein Körper die Schilddrüse als körperfremde Zellen wahrnimmt und Abwehrstoffe bildet. Darüber hinaus kommt es häufig vor, dass bei einer Schilddrüsenunterfunktion Ernährung eine wichtige Rolle spielt.

Schilddrüsenunterfunktion: Ernährung kann vorbeugen

Um die verschiedenen Hormone produzieren zu können, benötigt die Schilddrüse Jod und Selen, die in der Regel über die Nahrung aufgenommen wird. Da in Deutschland, wie in anderen mitteleuropäischen Ländern, im Trinkwasser und den Ackerflächen nur wenig Jod vorkommen, nehmen viele Erwachsen allein durch ihre Ernährung nicht genügend Jod zu sich. Da Selen vor allem in tierischen Lebensmitteln vorkommt, sind von Selenmangel vor allem Menschen betroffen, die sich ausschließlich vegan ernähren.
Um bei einer Schilddrüsenunterfunktion der Ernährung die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, solltest du also Lebensmittel zu dir nehmen, die viel Jod und Selen enthalten.

  1. Jodhaltige Lebensmittel
    Neben jodiertem Speisesalz sind Seefische wie Scholle oder Kabeljau, sowie Meeresfrüchte und Algen besonders jodhaltig. Da Tiere häufig mit Futtermittel ernährt werden, das reich an Jod ist, können darüber hinaus Milchprodukte und Eier einer Schilddrüsenunterfunktion durch Ernährung vorbeugen. Zusätzlich kannst du Jod-Tabletten Jod nehmen, um den nötigen Tagesbedarf zu erreichen.
  2. Selenhaltige Lebensmittel
    Der Mineralstoff Selen steckt zum einen in tierischen Lebensmitteln wie Rindfleisch, Leber, Fisch, Ei und Käse. Außerdem enthalten pflanzliche Lebensmittel wie verschiedene Kohlarten, Erbsen, Bohnen und Nüsse den lebenswichtigen Stoff.

Durchschnittlicher Tagesbedarf an Jod

Laut der Gesellschaft für Ernährung liegt die täglich empfohlene Zufuhr von Jod im Alter von 13 bis 51 Jahren in Deutschland und Österreich bei 200 Mikrogramm, in der Schweiz bei 150 Mikrogramm. Während Kinder und ältere Menschen in Deutschland und Österreich weniger Jod benötigen, sollten Schwangere 230 Mikrogramm und stillende Frauen sogar 260 Mikrogramm pro Tag zu sich nehmen.

Im Zweifelsfall solltest du immer einen Arzt aufsuchen und dich von ihm untersuchen und beraten lassen, ob du an einer Schilddrüsenunterfunktion leidest und wie du diese behandeln oder ihr vorbeugen kannst.

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Bei manchen Themen kann auch eine persönliche, männliche Sicht interessant sein. David schreibt genau darüber - offen und ehrlich.